Beruhend auf den Ideen der Bürgerrechtsbewegung in Deutschland in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde am 11. Dezember 1859 in der damals selbständigen Gemeinde Osternburg der Bürger- und Gartenbauverein Osternburg-Dammtor gegründet. Der gemeinnützige und parteipolitisch neutrale Verein vertritt die Interessen der Bürger dieses Stadtteils; 2009 hatte er über 850 Mitglieder, ist der größte Bürgerverein der Stadt und der drittgrößte Deutschlands.
Mit anderen kann der Bürger- und Gartenbau Osternburg-Dammtor – einer der ältesten Vereine dieser Art in Deutschland - als eine der ersten Bürgerinitiativen bezeichnet werden. Seit seiner Gründung vor 150 Jahren versteht sich der Verein nicht als Konkurrenz zu den politischen Parteien, sondern vielmehr als die Interessensvertretung der Bürgerinnen und Bürger bei der Lösung aller kommunalen Fragen, die vorrangig den Stadtteil Osternburg betreffen.
Geleitet wird der Bürgerverein von einem unabhängigen, von den Mitliedern gewählten Vorstand, der ehrenamtlich tätig ist. Der Verein ist ins Vereinsregister eingetragen. Seine Aktivitäten sind nicht auf ein bestimmtes kurzfristig angelegtes Ziel gerichtet, sondern er strebt dauerhaft im außerparlamentarischen Raum die konstruktive Mitarbeit in allen kommunalen, die Bürgerinteressen betreffenden Angelegenheiten an, und zwarals Stimme des Stadtteils Osternburg bei Politik und Verwaltung; mit Vorschlägen zur Verbesserung und Verschönerung des Stadtteils und zur Förderung des Gemeinschaftsgedankens in der Stadt. So hält er regelmäßigen Kontakt zu Parteien, Kirchen und anderen Institutionen.
In einem jährlich erscheinenden Veranstaltungskalender bietet der Bürger- und Gartenbauverein seinen Mitgliedern ein vielfältiges Programm mit Tages- und Theaterfahrten, Wochenreisen, Radtouren, Pflanzaktionen, Gartenprämierungen und anderen Aktivitäten an, das immer eine positive Resonanz findet.
An folgenden Zielen hat der Bürger- und Gartenbauverein Osternburg-Dammtor in der Vergangenheit u. a. aktiv mitgearbeitet:
allgemeine Verkehrssituation im Stadtteil Osternburg; Erhalt des Biotops am Gleisweg; rückwärtige Bebauung am Brachvogelweg und Ferdinand-Koch-Straße; vernünftige Erschließung des Baugebietes Ostweg/Hohenmoorstraße; Entwicklung des Baugebietes Wunderburgpark; Blumenpflanzaktionen an verschiedenen Straßen; Schließung der Mülldeponie und Einrichtung als Freizeitgelände; Erhalt der Postagentur am Osternburger Markt; Verkehrssituation an der Stedinger Straße in Verbindung mit der IKEA-Ansiedlung; Lärmbelästigung durch Schienenverkehr, beim Bau des Jade-Weser-Ports in WHV; Schrankenschließung an der Bremer Heerstraße/Bahnhofsallee; Aktion „Oldenburg räumt auf“; „Runder Tisch“ Osternburg“; Parkhaus Amalienstraße; Teilnahme am Kramermarktsumzug; Nutzung des Bundeswehrgeländes an der Bremer Heerstraße; Bau eines Beachvolleyballfeldes für die Jugend am Drielaker See und vieles mehr.
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